TSV 1886 KIRCHHAIN

Zufrieden mit der Verfolgerrolle

Werner Heiner, 01.02.2023

Zufrieden mit der Verfolgerrolle

TSV Kirchhain muss im Rennen um den Kreisoberliga-Aufstieg auf zwei Leistungsträger verzichten

Von Marcello Di Cicco

Kirchhain. Der TSV Kirchhain hat vor der laufenden Fußballsaison gewissermaßen Neuland betreten. Erstmals seit gut drei Jahrzehnten heißt die sportliche Heimat für die Ohmstädter seither: Kreisliga A. Zur Winterpause belegt der TSV in der Marburger Staffel den siebten Platz, gehört damit zu jener Verfolgergruppe, die sich noch berechtigte Chancen auf den Aufstieg machen darf – wenn auch womöglich über Umwege. Schließlich ist Spitzenreiter Spvgg Rauischholzhausen mit 14 Punkten Vorsprung bereits enteilt, die sieben Punkte bessere Reserve des VfB Marburg auf Aufstiegsrelegationsplatz zwei hingegen in Reichweite.

„Wir sind sehr zufrieden“, bilanziert Felix Heiner. Der 31-Jährige ist seit Sommer Trainer der „Ersten“ – jedoch alles andere als ein neues Gesicht im Verein. „Ich bin TSVler durch und durch“, sagt Heiner über sich. Seit der Jugend ist der Kirchhainer für den Verein aktiv, zuletzt vier Jahre als Coach der zweiten Mannschaft. Ehrensache, dass er den vakant gewordenen Posten bei der ersten Garde übernahm. „Ich empfinde das als Wertschätzung, zumal ich erste Wahl war“, sagt Heiner.

Ein Neuzugang
ist der beste Torschütze

Das vorrangige Ziel, „nach dem Abstieg zunächst Stabilität reinzubringen“ und in der Tabelle „nicht hinten hineinzurutschen“, hat das Team bereits erreicht – auch dank Nick Gerber. Der vor der Saison vom RSV Kleinseelheim gekommene offensive Mittelfeldspieler ist mit 13 Treffern bester Torschütze des TSV, in der A-Liga belegt er Rang sechs. „Nick hat sich bei uns sehr gut entwickelt, ist ein wichtiger Faktor geworden“, sagt Heiner über den früheren Jugendspieler des JFV Ohmtal-Kirchhain.

Ob Gerber in der Rückrunde zum Zünglein an der Waage werden könnte? Vielleicht. „Der Aufstieg ist für uns kein Muss. Mit dieser jungen Mannschaft wäre es vermessen gewesen, dies als Ziel auszugeben“, sagt Heiner. Dennoch: Bis zum Ende der Spielzeit wolle man mindestens „oben dranbleiben“. Dafür trainiert Heiners Team seit dem 20. Januar, bestreitet in der Vorbereitung auf eigenem Platz Testspiele gegen den SSV Hatzbach (So., 5. Februar, 15 Uhr), SV Nieder-Ofleiden (Mi., 15. Februar, 19 Uhr) und die SG Appenrod/Maulbach/Gemünden (Mi., 22. Februar, 19 Uhr).

Nicht mehr beim Kampf um die Spitzenplätze hilft der mit sechs Treffern drittbeste Torschütze Maximilian Ermler mit, den es zum direkten Konkurrenten VfB Marburg II gezogen hat. Wegen eines Auslandsaufenthalts fehlt Kapitän und Innenverteidiger Dominik Mann ab März für ein halbes Jahr. „Das Fehlen beider wird uns schmerzen“, meint Heiner. Zum Verein hinzugestoßen sind Yannik Kirchhainer (reaktiviert), früherer Keeper beim VfB Wetter, und Jan Budzinski (MTV Gießen).

 

Jubel bei Spielern des TSV Kirchhain nach einem Tor.

Der Verein möchte in der Rückrunde der Kreisliga A Marburg oben dranbleiben.

Foto: Thorsten Richter

 


Quelle:Oberhessische Presse Marburg