TSV 1886 KIRCHHAIN

+++Jannis Menz ist Marburgs Fußballheld+++

Werner Heiner, 09.01.2026

+++Jannis Menz ist Marburgs Fußballheld+++

18-Jähriger erhält Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement beim JFV Ohmtal und TSV Kirchhain      VON YANN RUPPERSBERG                        

Etwas geahnt, erinnert sich Jannis Menz zurück, hat er anfangs noch nicht, als plötzlich Nikoleta Gröning bei der Weihnachtsfeier des TSV Kirchhain „reinspazierte“. Erst als sein Vater Stefan das Handy zückte und ein Video aufnahm, dämmerte dem 18- Jährigen, dass die Ehrenamtsbeauftragte des Fußballkreises Marburg seinetwegen da war, um ihn auszuzeichnen. Denn Jannis Menz ist der „Fußballheld“ des Jahres 2025 im Marburger Fußballkreis. Seit 2015 zeichnet der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit seinem Ehrenamtsförderpreis junge Menschen für ihr Engagement auf Vereinsebene aus. Jährlich kürt jeder Fußballkreis einen „Fußballhelden“. Wie Gröning mitteilt, gab es im Fußballkreis Marburg im vergangenen Jahr 15 Einsendungen und damit so viele wie noch nie zuvor. Unter den Nominierten stach Menz sofort hervor, weil gleich zwei Vereine ihn unabhängig voneinander vorschlugen. 

Spieler, Trainer, Schiedsrichter – und Schüler

Der junge „Fußballheld“ engagiert sich nämlich im JFV Ohmtal sowie im TSV Kirchhain. Beim Jugendförderverein läuft er derzeit unter der Leitung seines Vaters in der A-Jugend auf und trainiert als C-Lizenz-Inhaber die E-Junioren. Zudem arrangiert er den Spielbetrieb weiterer Mannschaften und ist in beiden Clubs für zahlreiche weitere, etwa organisatorische Angelegenheiten zuständig. „Jedes Mal, wenn etwas ansteht, bin ich dabei und versuche, mich einzubringen. Gerade Aufgaben, die keiner hauptverantwortlich macht, übernehme ich gern“, sagt er. Eigentlich ist Menz darüber hinaus noch als Schiedsrichter für den TSV im Einsatz, aufgrund des Umfangs seiner Arbeit ruht die Pfeife aber aktuell. Nahezu jeden Tag ist er am Sportplatz, je nach Anstrengung kommt er nach eigener Aussage auf zwölf bis 20 Stunden in der Woche. „Das ist schon ganz schön viel, manchmal auch zu viel“, gesteht er. Schließlich geht er parallel noch zur Schule, macht planmäßig in diesem Jahr sein Abitur an der Alfred-Wegener-Schule in Kirchhain. Doch Menz ist „bereit, so weit zu gehen“. Warum? „Weil Mir die Vereine sehr am Herzen liegen“, antwortet er und ergänzt: „Mir hat die Arbeit mit Kindern immer sehr viel Spaß gemacht. Ich möchte ihnen die schöne Jugendzeit und sportliche Ausbildung geben, die sie verdienen.“ Passend dazu strebt er nach dem Abitur ein Freiwilliges Soziales Jahr an der Grundschule in Kirchhain an und spielt mit dem Gedanken, danach Grundschullehrer zu werden. „Damit würde ich mein Hobby zum Beruf machen.“ Zumal Menz so auch seiner zweiten Leidenschaft, dem Fußball, weiter nachgehen könnte. Die Liebe zum Sport und zum Verein habe er primär Durch den Papa, der im Grunde „sein Leben lang“ beim TSV spielte. Mutter Angela engagiert sich hingegen im Handball, die ehrenamtliche Arbeit sei dem Sohn aber „in die Wiege gelegt“ worden. „Wenn wir etwas machen, dann richtig“, sagt Jannis Menz. Nun erhielt er durch die Auszeichnung zum „Fußballhelden“ eine Bestätigung für seine Arbeit. „Das bedeutet mir viel und fühlt sich richtig gut an. Die Zweifel, ob sich diese ganze Arbeit lohnt, sind damit ausgemerzt.“ Außerdem stehen für Menz in diesem Jahr noch zwei Höhepunkte an: einerseits ein Netzwerktreffen mit den anderen „Fußballhelden“ aus Hessen an der Sportschule in Grünberg, andererseits im Herbst eine fünftägige „Fußball-Bildungsreise“ nach Santa Susanna in Spanien inklusive Ausflug nach Barcelona.

                        

                         


Quelle:Oberhessische Presse Marburg